Wir möchten Sie gerne vorab schon mal an die "Pfote" nehmen und Ihnen in aller Kürze ein paar Informationen zukommen lassen!



Wie funktioniert die Auslandsvermittlung?


Sie haben sich in einen unserer hier vorgestellten Schützlinge "verguckt" und möchten wissen, wie es nun weitergeht?

 

  • Bitte füllen Sie den Selbstauskunftsbogen aus. Dann können wir im Vorfeld schon mal Ihre Fragen nach Spanien stellen.
  • Wir rufen Sie unter der angegebenen Telefonnummer an und stellen uns vor. Natürlich möchten wir auch Sie kennenlernen. Die meisten Erstgespräche dauern ca. 1 Stunde. Bitte nehmen Sie sich Zeit, es geht hier um ein neues Familienmitglied.
  • Wenn sich noch Fragen ergeben, klären wir das sehr gerne noch mit unserer Kollegin Elena in Spanien ab. Sollte sich herausstellen, dass der Hund doch nicht passt oder zu große Bedenken bestehen, haben wir dafür absolutes Verständnis.
  • Sind alle Fragen beantwortet und keine Bedenken mehr da, kommt ein Vorbesuch zu Ihnen nach Hause.
  • Wird der Vorbesuch von beiden Seiten als positiv empfunden, werden wir uns wieder bei Ihnen melden und die nächsten Schritte besprechen.
  • Der nächste Schritt ist der Termin für den Transport, der Abholungsort und die Schutzgebühr. Der Transport findet meistens zweimal im Monat statt, Mitte und Ende des Monats, immer Samstags. Die genauen Termine bekommen wir leider immer erst sehr kurzfristig mitgeteilt. Dasselbe gilt für den Abholungsort. Der Abholungsort hängt von der Anzahl der Hunde ab, die in einer Region an die Familie übergeben werden.
  • Die Schutzgebühr beträgt für unkastrierte Hunde 350 Euro und für kastrierte Hunde 400 Euro! In der Schutzgebühr sind alle Impfungen, Mittelmeertest ,Tierarztkontrolle, Parasitenbehandlung und der Transport nach Deutschland enthalten. Die Schutzgebühr deckt bei Weitem nicht die anfallenden Kosten. Alleine eine Kastration in Deutschland kostet zwischen 200€ und 600€.

 

  •  Sind alle Fragen geklärt, alle Unsicherheiten beseitigt, stellen wir einen Schutzvertag aus. Nach Unterzeichnung des Schutzvertrages, geben wir in Spanien Bescheid, und die Reise nach Deutschland wird in die Wege geleitet.
  • Sobald wir Informationen zur Ankunft des Hundes erhalten, geben wir Ihnen sofort Bescheid.
  • Wenn wir die Möglichkeit haben, bei der Ankunft Ihres Hundes dabei zu sein, machen wir das auch sehr gerne. Manchmal liegen aber Hunderte von Kilometern zwischen uns, dann können wir leider nicht mit dabei sein, aber wir stehen an diesem Tag für Sie am Telefon bereit und begleiten Sie durch die aufregende Zeit.
  • Das Wichtigste zum Schluss! BILDER, wir möchten ganz viel Bilder haben und auch wissen, wie es Ihnen und Ihrem neuen Familienmitglied geht. Und das nicht nur am Tag der Ankunft, wir würden sehr gerne mit Ihnen in Kontakt bleiben!

Information für Adoptanten

Was braucht der Hund:

  • Tierarzt, Hundeschule
  • Haftpflichtversicherung, Krankenversicherung?!? OP-Versicherung ?!?
  • Halsband, Brustgeschirr, Leine! Wenn Sie die Maße des Hundes haben.
  • Körbchen, Transportbox fürs Auto, Autogurt, Futter und- Trinknapf
  • Zeckenzange, Bürste/Kamm, Kotbeutel, Spielzeug, Intelligenzspielzeug
  • Futter, Leckerli

Bei der Abholung:

  • Sichern Sie den Hund an Halsband und Brustgeschirr und laufen Sie eine kleine Runde mit ihm, damit er sich etwas die Beine vertreten und sich lösen kann.
  • Vor der Fahrt nach Hause können Sie dem Hund gerne Wasser anbieten. Bei Futter oder Leckerli seien Sie vorsichtig, dem Hund könnte während der Fahrt schlecht werden!
  • Den Hund im Auto gut sichern! Wenn Sie das Auto öffnen, könnte der Hund sonst schneller entwischen als gedacht!
  • Halten Sie ein Flohmittel bereit (z.B. Frontline). Unsere Hunde haben selbstverständlich keine Flöhe, aber beim Transport können Flöhe von anderen Hunden überspringen.

Die ersten Tage im neuen Zuhause:

  • Lassen Sie den Hund erst einmal in aller Ruhe Zuhause ankommen. Keine „Willkommensparty“ oder „Besuche von Freunden oder Familie“
  • Bitte lassen Sie den Hund die ersten Tage durchatmen, er muss nicht sofort nach der Ankunft zum Tierarzt. Alle unsere Hunde sind geimpft, es muss nicht nachgeimpft werden!!!
  • Es kann sein, dass der Hund Durchfall oder Verstopfung bekommt. Das kann durch den Stress während des Transportes oder die Futterumstellung kommen.
  • Der Hund weiß nicht, dass er im Haus bleiben soll, wenn die Haustür aufgeht! Passen Sie sehr gut auf, wenn Sie die Haustür öffnen!
  • Lassen Sie Ihren Hund die ersten Wochen auch im Garten angeleint. Die fremde Umgebung, die fremden Geräusche können den Hund in Angst versetzen und er springt über den Zaun!
  • Beim Spazieren gehen in den ersten Wochen, immer am Brustgeschirr und am Halsband anleinen. Ein Hund ist schneller aus dem Halsband geschlüpft wie gedacht!
  • Lassen Sie ihren Hund mindestens die ersten 6-8 Wochen nicht von der Leine  und danach trainieren Sie erst einmal mit der Schleppleine den Rückruf!
  • Der Hund kann die ersten Tage unsicher sein, lassen Sie ihm Zeit sein neues Zuhause und die Familie kennenzulernen. Er muss nicht bedauert werden!
  • Wenn der Hund noch unsicher ist, sucht er sich seinen sicheren Platz  selbst aus. Das ist nicht immer der Platz, den Sie sich für den Hund ausgesucht haben. Akzeptieren Sie vorläufig seine Platzwahl, er braucht das Gefühl, einen sicheren Platz zu haben, wo er auch in Ruhe gelassen wird.
  • Sie können und sollten auch gleich mit der Erziehung anfangen. Darf er auf das Sofa? Darf er ins Bett? Grundkommandos (sitz, platz, bleib) usw.
  • Die ersten Nächte sind sehr ungewohnt und fremd für den Hund. Er kann umherwandern und winseln oder bellen. Haben Sie Geduld, er hat seine alte Familie und sein altes Zuhause verloren. Und er versteht gerade die Welt nicht mehr!

 Allein Zuhause:

  • Gerade junge Hunde neigen dazu im Hause, ihre Zähne auszuprobieren und gerade wenn sie alleine sind. Egal ob es das Sofa, der Schrank, der Teppich, die Schuhe oder der Müll ist!
  • In den meisten Fällen kennt der Hund es nicht, alleine zu bleiben. Das müssen Sie Schritt für Schritt mit ihm üben!   

Verhalten des Hundes:

  • Sehr oft können wir nicht sagen, woher der Hund kommt oder was er schon erlebt hat. Sie sollten davon ausgehen, dass der Hund nicht viel kennengelernt hat.
  • Der Hund zeigt sich in der Pension verspielt und entspannt. Bei Ihnen Zuhause ist er vielleicht unsicher und ängstlich.
  • Das große Rudel in der Pension beeinflusst auch das Verhalten des Hundes. Im Rudel zeigt sich der Hund ruhig und in der neuen Familie versucht er vielleicht, die Chefrolle zu übernehmen. Oder umgekehrt! Im Rudel ist er aufsässig und unzufrieden, aber in der neuen Familie ruhig und zufrieden!
  • Alles ist möglich! Und leider nichts vorhersehbar!

Fütterung:

  • Die Hunde bekommen in Spanien Trockenfutter. Es gibt keine bestimmte Sorte, die bevorzugt wird. Es wäre von Vorteil, wenn Sie erst einmal mit einem hochwertigen Trockenfutter anfangen würden, zu füttern und nach ein paar Tagen langsam mit Ihrem Wunschfutter mischen.
  • Die Futterumstellung kann am Anfang zu leichtem Durchfall oder Verstopfung führen. Das sollte sich aber nach zwei Tagen wieder normalisieren.
  • Achten Sie auf hochwertiges Futter. Der Hund ist ein Fleischfresser und sollte auch mit einem hohen Fleischanteil ernährt werden.

Stubenreinheit:

  • Manchmal haben die Hunde schon einmal in einer Familie gelebt, dann kann man davon ausgehen, dass sie stubenrein sind, aber oft kennen sie es leider nicht! Egal ob Welpe oder Erwachsener, die Hunde müssen es zum Teil noch lernen, wo man sein “Geschäft“ hinmachen darf und wo besser nicht. Vergessen Sie deshalb nicht, auch wenn es schon ein erwachsener Hund ist, er muss es genauso lernen wie ein Welpe!

Katzenverträglichkeit:

  • Darüber können wir keine 100% Aussage machen. Der „Katzentest“ wird, für den Hund, in einer fremden Umgebung vorgenommen, und die meisten Hunde sind in einer fremden Umgebung vorsichtig und zurückhaltend. Deshalb ist es sehr schwierig zu sagen, wie sich der Hund in der neuen Familie verhält, wenn er sich erst einmal eingewöhnt hat.

Kinderlieb:

  • Darüber können wir keine 100% Aussage machen. Man kann nur abschätzen, wie der Hund sich in Spanien Kindern gegenüber verhält. Das ist aber immer nur eine Momentaufnahme.
  • Und die zweite Frage, die sich stellt ist, wie hundelieb ist Ihr Kind?

Leinenführigkeit:

  • In den meisten Fällen werden die Hunde auch zu einem Spaziergang außerhalb des Pensionsgeländes mitgenommen. Aber ein Spaziergang in Spanien ist anders als bei Ihnen Zuhause. Der Spaziergang geht über Wiesen und Felder, Querfeldein. Und nicht durch die Stadt oder an einer Straße entlang. Die Hunde kennen kein „bei Fuß“ oder auf der linken Seite des Menschen laufen, sie werden vermutlich an der Leine ziehen. Sie müssen ihnen erst zeigen was „ordentliches“ an der Leine laufen überhaupt heißt!

Grundkommandos:

  • Egal ob spanisch oder deutsch, die Hunde kennen kein Sitz oder Platz. Das muss der Hund alles noch lernen, egal wie alt er ist. Man lernt nie aus, und das gilt auch für den Hund!

Krankheiten:

  • Alle Hunde werden auf Mittelmeerkrankheiten getestet und falls eine Erkrankung festgestellt wird, auch sofort behandelt.
  • Eine Grundbehandlung gegen Parasiten wie z. B. Flöhe, Milben oder Würmer wird sofort nach der Ankunft in der Pension und auch am Abreisetag zur neuen Familie vorgenommen.
  • Trotzdem können hartnäckige Parasiten, wie zum Beispiel Giardien nicht so schnell bekämpft werden. Dieser Parasit ist leider Europaweit vertreten und zeigt sich durch unregelmäßigen Durchfall. Wann und wo sich ein Hund mit diesen Parasiten angesteckt hat, ist leider nicht immer nachvollziehbar. Wenn der Hund bei Ihnen eingezogen ist und irgendwann anfängt, Symptome zu zeigen, wie unregelmäßigen Durchfall, sollten Sie mit einer Stuhlprobe den Tierarzt aufsuchen.
  • Manchmal neigen die Hunde zu einer leichten Ohrenentzündung. Dem können Sie einfach vorbeugen, in dem Sie sich die Ohren nach ein paar Tagen mal ansehen und säubern.
  • Die Gesundheit eines Hundes können wir leider nicht garantieren. Sollte ein Tier doch einmal nach seiner Vermittlung in Deutschland krank werden, liegt es in Ihrer Verantwortung, Sorge für seine Gesundheit zu tragen. Dies ist bei einer innerdeutschen Vermittlung über ein Tierheim, eine Privatvermittlung oder einen Züchter nicht anders.

Hinweise:

  • Melden Sie den Hund bitte bei TASSO.
  • Melden Sie den Hund bei der Gemeinde oder Stadt an.
  • Prüfen Sie, ob in ihrem Bundesland eine Haftpflichtversicherung abgeschlossen werden muss! Eine Tierhalterhaftpflichtversicherung macht sehr viel Sinn, auch wenn es keine Pflicht sein sollte. Ein Unfall ist schnell passiert!
  • Prüfen Sie, ob in ihrer Gemeinde/Stadt eine Leinen- oder Maulkorbpflicht besteht!
  • Prüfen Sie, ob in ihrer Gemeinde/Stadt ein Sachkundenachweis für Hund oder Halter gemacht werden muss!

 

Welpen/Junghunde:

  • Die Welpen oder Junghunde leben bei unserer Kollegin Elena in einem Rudel mit jungen, alten, großen und kleinen Hunden. Die Hunde leben außerhalb, auf einem großen Gelände. Deshalb kennen die Welpen auch kein Stadtleben. Die Welpen werden die erste Zeit etwas unsicher auf die vielen fremden Umweltreize reagieren. Das ist aber kein Grund für Mitleid!! Es ist Ihre Aufgabe die Welpen/Junghunde, langsam daran zu gewöhnen. Der Hund muss nicht bedauert werden, dass würde er nur falsch verstehen. Seien Sie einfach ruhig und selbstsicher und führen den Hund ohne große Worte und Aufregung an der Leine. Zeigen Sie ihm, dass es selbstverständlich ist, dass viele Autos oder Fahrräder auf der Straße fahren.
  • Welpen oder Junghunde haben noch keine Beißhemmung. Das heißt, sie wissen nicht, dass man mit einem Menschen anders spielen muss als mit einem Artgenossen. Sie müssen dem Hund beibringen, wie er mit Ihnen spielen soll.
  • Welpen oder Junghunde zerkauen für ihr Leben gerne Dinge. Egal ob es das Sofa, der Schrank, der Teppich, die Schuhe oder der Müll ist! Denken Sie immer daran. Wenn der Welpe etwas zerstört hat, sind Sie schuld. Sie hätten es wegräumen müssen ;-)

Gefahrenquellen(im Haushalt)

  • Stromkabel
  • Reinigungsmittel
  • Medikamente
  • Giftige Pflanzen
  • Plastiktüten

 

Damit der Welpe oder Junghunde auch weiter gut sozialisiert bleibt, sollten Sie eine Welpen-/ Junghundespielstunde aufsuchen. Eine gute Erziehung ist das A und O im Zusammenleben mit dem Menschen. Und da sind Sie gefragt!

 

Ihr Griffon and Friends Team